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"Mare di Vho"

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 ... Oben ist das «Meer von Vho» auf einem nunmehr historischen Foto aus dem Jahre 1915 zu sehen. Das Becken wurde von einer Mauer in zwei Teile unterteilt: im ersten Teil, hinter den abgebildeten Personen, wurde das Regenwasser und die Abwässer aus den Dorfstraßen gesammelt und dekantieren gelassen. War das Becken voll, wurde ein Schott geöffnet und das klarere Wasser floss in das zweite Becken. Dort diente es der Viehtränkung oder zum Wäschewaschen. Die Gülle, die sich im ersten Becken abgesetzt hatte, gehörte der Bruderschaft des Allerheiligsten Sakraments und wurde als Dünger verwendet. Zu jener Zeit pflegte man diese Becken das Meer zu nennen: es handelte sich dabei natürlich um ein mehr oder weniger imaginäres Meer, denn in Wirklichkeit war das Wasser oft knapp oder fehlte sogar ganz. Und die unglücklichen Bewohner der Fraktion von Tortona mussten sich täglich mit diesem schwerwiegenden Problem herumschlagen. Bereits während der Choleraepidemie im Sommer 1854 hatte der Trinkwassermangel zu ernsthaften Problemen geführt und die bereits bedenkliche Situation noch mehr verschlimmert. In jenem Jahr fielen im Dorf 23 Personen dem Cholera Morbus zum Opfer. In einem Brief vom 23. September 1854 an den Vorsitzenden der Medizinischen Kommission, in dem er die Bedürfnisse seiner Pfarrei aufzählte, schrieb der Propst Don Bajani, hinsichtlich dieser dramatischen Notlage wörtlich: "Was die Desinfektion der Kleider, Decken usw. angeht ... Bisher wurde von den Verwandten der jeweiligen Verstorbenen nichts anderes getan, als sich die Gegenstände auf die Schultern zu laden und sie nach Tortona zu bringen, in die Wäscherei, da wir im Dorf fast kein Trinkwasser mehr haben, sondern nur trübes und schlammiges Wasser ...“ 
Zwanzig Jahre später hatte sich die Situation in Vho noch immer nicht verbessert, im Gegenteil, der Wassermangel war immer noch ein Grund zur Besorgnis: auch wenn es Winter war, hatte sich der Wasserstand in den beiden Dorfbrunnen gefährlich gesenkt. Die „Terrazzani“ von Vho wurden immer wütender. Die wiederholten Beschwerden bei den Verwaltungsbehörden hatten zu keinem konkreten Ergebnis geführt. So griff der Gemeinderat Eugenio Gobbi am 1. März 1875 zu Papier und Feder und verfasste einen Bericht an den Gemeindevorstand, in dem er erklärte, dass „die Einwohner trotz der derzeitigen kritischen und noch kalten Jahreszeit kein Trinkwasser haben, auch wenn es zwei Brunnen und einen Springbrunnen gibt“. Er führte aus, dass „die Brunnen in diesen Tagen ausgetrocknet sind und der Springbrunnen, aufgrund seiner beträchtlichen Entfernung vom Dorf und der schlechten und steilen Straße“ nicht leicht erreichbar war. In dieser Notlage, fuhr der Bericht fort, „ ist die Bevölkerung dazu gezwungen, Schnee aufzutauen und auf diese Weise Wasser zu gewinnen, es gibt jedoch nicht mehr viel davon“. Diese schlimmen Umstände ließen dem Berichterstatter keine andere Wahl, als den Gemeindevorstand darum zu bitten, „sich das Anliegen seines Berichts zu Herzen zu nehmen und so bald wie möglich die weisen und energischen Anweisungen zu erteilen, die er im Interesse der Unterzeichneten für angemessen hält.“

 

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